Website of the German Lost Art Foundation

Systematic Investigation of the Graphic Art Collection at the Kunsthalle Mannheim

Grant recipient Kunsthalle Mannheim State Baden-Wuerttemberg Website http://www.kunsthalle-mannheim.de/de/Provenienzforschung Contact person
  • Dr. Mathias Listl
    Projektbericht_Ansprechpartner_FunktionProvenienzforschung Kunsthalle Mannheim
    Telephone: +49 (0) 621 293 62 87
    Projektbericht_Ansprechpartner_EMAilMathias.listl@mannheim.de
Project type Long-term project to systematically investigate collection holdings Funding duration
  1. August 2015 to July 2017
  2. August 2017 to July 2018

Description

Seit Ende 2011 erforscht die Kunsthalle systematisch die Herkunft aller Gemälde, Skulpturen und Graphiken in ihrem Bestand. Ziel des maßgeblich vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste geförderten Projektes ist, möglichst lückenlos die Besitzerwechsel aller vor 1946 entstandenen Objekte zu klären. Dadurch sollen während des Nationalsozialismus geraubte Kunstwerke identifiziert und ihren früheren Besitzern bzw. deren Erben restituiert werden.

Nach der systematischen Überprüfung der Sammlungsbereiche Malerei und Skulptur befindet sich seit August 2015 die Graphische Sammlung der Kunsthalle im Fokus der Untersuchungen. Dabei standen zu Beginn dieses Vorhabens insgesamt 2.253 Inventarnummern zur generellen Herkunftsüberprüfung an, von denen nach damaligem Kenntnisstand 531 aus dem Kunsthandel erworben wurden und 1.722 auf anderen Wegen (fraglicher Erwerb vom Künstler, Schenkungen, unbekannter Erwerb, etc.) in die Sammlung gelangten.

Im Laufe des Projektes "Systematische Bestandsprüfung in der Graphischen Sammlung der Kunsthalle Mannheim, I" wurde eine Reihe von Untersuchungsschritten durchgeführt, die bei einer Vielzahl der zu untersuchenden Objekte eine eindeutige Klärung ihrer Herkunft erbrachten. So zeigte sich bei insgesamt 1.540 Inventarnummern, dass sie eindeutig vom Verdacht, NS-Raubkunst zu sein, auszuschließen sind. Bei 712 Inventarnummern konnte dieser Beweis bisher nicht oder nicht endgültig erbracht werden, und die Provenienz dieser Grafiken muss weiterhin als hinsichtlich des Verdachtes auf NS-Raubkunst offen eingestuft werden.

© Kunsthalle Mannheim, Dezember 2017