Website of the German Lost Art Foundation

Die Erwerbungen der Galerie der Moderne (Gemälde und Skulptur) seit 1945

funding area Nazi confiscated art Grant recipient LWL-Museum für Kunst und Kultur (Münster) State North Rhine-Westphalia Website http://www.lwl.org/LWL/Kultur/museumkunstkultur/ Contact person

  • Eline van Dijk, M.A.
    Projektbericht_Ansprechpartner_FunktionReferentin für Provenienzforschung
    Projektbericht_Ansprechpartner_EMAileline.van_dijk@lwl.org
  • Dr. Tanja Pirsig-Marshall
    Projektbericht_Ansprechpartner_FunktionStellv. Direktorin, Referentin für das 20. Jahrhundert (1900–1970)
    Projektbericht_Ansprechpartner_EMAiltanja.pirsig-marshall@lwl.org
Project type Long-term project to systematically investigate collection holdings Funding duration
  1. August 2018 to July 2019
  2. August 2019 to July 2020

Description

Das Projekt zur Provenienzforschung am LWL-Museum für Kunst und Kultur, Münster befasst sich mit den Ankäufen für die Galerie der Moderne des Hauses. Diese wurde in den 1950er Jahren maßgeblich unter den Direktoren Walther Greischel (im Amt von 1946 bis 1954) und Hans Eichler (im Amt von 1956 bis 1971) auf- und ausgebaut. Die direkten Erwerbsquellen sind bei Ankauf gewissenhaft im Inventarbuch vermerkt worden, nach Vorbesitzern vor und während der NS-Zeit wurde hingegen selten gefragt. Das Bewusstsein für die Notwendigkeit lückenloser Provenienzen bei Aufnahme in die eigene Sammlung war zur damaligen Zeit kein Selbstverständnis: So ergibt sich die dürftige Dokumentation über die Biografie vieler Sammlungsobjekte, bevor sie in das Museum kamen. Die Lücken in der Herkunft der Werke sollen gemäß den Washingtoner Prinzipien und der Erklärung des Bundes systematisch aufgearbeitet und nach Möglichkeit geschlossen werden.

Die Untersuchung des Sammlungsbestandes umfasst die Gemälde und Skulpturen mit lückenhafter Herkunft und Ankäufe von einschlägigen, in den Handel mit NS-verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut involvierte Kunsthändler. Überprüft werden daneben auch die durch Schenkung in die Sammlung des LWL-Museums für Kunst und Kultur gekommenen Werke. Ziel ist es, die Eigentumsverhältnisse möglichst vollständig zu klären. Neben der Anreicherung der Objektbiografien sollen auch mitunter ergebnislos verlaufende Recherchestränge präzise festgehalten werden. Kunstwerke aus ehemaligem jüdischem Besitz oder unrechtmäßig entzogener Kunstbesitz soll identifiziert und gegebenenfalls an die Erben der rechtmäßigen Besitzer restituiert werden.

Die Ergebnisse des Forschungsprojektes, ergänzt durch Kontextinformationen zu handelnden Personen, werden vollständig in die Museumsdatenbank aufgenommen und in der Sammlung Online sowie auf der Website des Museums veröffentlicht. Sukzessive werden die Forschungsergebnisse in die Sammlungspräsentation und den Multimediaguide eingebunden.

© LWL-Museum für Kunst und Kultur Münster, August 2018