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Erwerbungen der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe 1933-1945, unter besonderer Berücksichtigung der badisch-elsässischen ‚Generalverwaltung der oberrheinischen Museen‘

Zuwendungsempfänger Staatliche Kunsthalle Karlsruhe Bundesland Baden-Württemberg Website http://www.kunsthalle-karlsruhe.de/Provenienzforschung Lost Art-Meldung zu Fundmeldungen der Einrichtung Ansprechpartner
  • Dr. Tessa Friederike Rosebrock
    Projektbericht_Ansprechpartner_FunktionProvenienzforschung/Sammlungsgeschichte
    Projektbericht_Ansprechpartner_EMAilrosebrock@kunsthalle-karlsruhe.de
Projekttyp Langfristiges Projekt zur systematischen Erschließung von Sammlungsbeständen Projektlaufzeit
  1. Juni 2012 bis Oktober 2013
  2. April 2010 bis März 2012

Beschreibung

Von 2010 bis 2013 wurden vorrangig die Provenienzen der Gemälde untersucht, die zwischen 1933 und 1945 ins Museum kamen. Dabei handelt es sich um 210 Werke, von denen 146 zwischen 1933 und 1939 Eingang in die Sammlung fanden und 64, die in der Zeit zwischen 1940 und 1944 angekauft worden sind. Da das Museum zwischen 1940 und 1944 der sogenannten „Generalverwaltung der oberrheinischen Museen“ unterstand und die Erwerbungen dieser Phase restrospektive Zuweisungen darstellen, sind diese beiden Gruppen differenziert zu betrachten.

Der Direktion der Kunsthalle ist es wichtig, dass vor der Veröffentlichung neuer Bestandskataloge die dort publizierten Provenienzen überprüft und maximal vervollständigt werden. Daher wurden außerdem sämtliche Einträge in dem 2011 publizierten Bestandskatalog „Malerei des 20. Jahrhunderts“ verifiziert. Von 500 Kunstwerken war bei circa 100 eine intensivere Prüfung notwendig. Die anderen waren Ankäufe beim Künstler oder Werke, die nach 1945 entstanden sind. Für einen 2012 Teilbestandskatalog deutsche Altmeister 1350-1550 („Das Erbe der Markgrafen“) wurden insgesamt 30 Gemälde und Altarretabeln genau untersucht – entweder aufgrund ihres Erwerbungsdatum zwischen 1933 und 1945, oder weil sie aus problematischen Quellen stammten. Für das Jahr 2017 ist ein Teilbestandskatalog des Kupferstichkabinetts geplant (Französische Zeichnungen) für den ebenfalls Provenienzforschung nötig sein wird. Weiterhin wurden die seit 2010 realisierten Neuankäufe der Kunsthalle im Vorfeld einer intensiven Provenienzprüfung unterzogen; überprüft wurden auch Werke, die im Rahmen von Inventuren oder Depotleerungen ohne Inventarnummern gefunden wurden.

© Staatliche Kunsthalle Karlsruhe