Website der Stiftung "Deutsches Zentrum Kulturgutverluste"

Identifizierung von NS-Raubgut in den zwischen 1982 und 1989 inventarisierten Beständen des Deutschen Technikmuseums

Förderbereich NS-Raubgut Zuwendungsempfänger Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin Bundesland Berlin Website https://technikmuseum.berlin/sammlung/unsere-sammlung/provenienzforschung/ Ansprechpartner
  • Peter Schwirkmann
    Projektbericht_Ansprechpartner_FunktionProjektleiter
    Telefon: 030 902 54 157
    Projektbericht_Ansprechpartner_EMAilschwirkmann@sdtb.de
  • Elisabeth Weber
    Projektbericht_Ansprechpartner_FunktionProjektbearbeiterin
    Telefon: 030 902 54 455
    Projektbericht_Ansprechpartner_EMAilweber@sdtb.de
  • Peter Prölß
    Projektbericht_Ansprechpartner_FunktionProjektbearbeiter
    Telefon: 030 902 54 457
    Projektbericht_Ansprechpartner_EMAilproelss@sdtb.de
Projekttyp Langfristiges Projekt zur systematischen Prüfung von Sammlungsbeständen Projektlaufzeit
  1. Mai 2020 bis Mai 2022

Beschreibung

Im Zentrum des Forschungsvorhabens steht die systematische Untersuchung aller zwischen 1982 und 1989 vom Deutschen Technikmuseum erworbenen Objekte. Untersuchungsgegenstand des Projekts sind insgesamt 1.650 inventarisierte Objekte und Konvolute, für die eine hausinterne Aktenüberlieferung existiert. Die zu untersuchenden Gegenstände entstammen allen Sammlungsbereichen und reichen vom Kinderspielzeug über Textilien bis hin zu Dampflokomotiven. Ziel ist die Identifizierung von NS-verfolgungsbedingt entzogenen Kulturgütern.
Das Deutsche Technikmuseum wurde 1982 als Museum für Verkehr und Technik gegründet.

Während der ersten Jahre seines Bestehens trug es eine repräsentative Sammlung alter Technik zusammen, die insbesondere den Industriestandort Berlin dokumentierte. Das Jahr 1989 war auch für das Technikmuseum ein einschneidendes, da sich mit der Grenzöffnung neue Beschaffungsmärkte auftaten und sich dadurch der Zuschnitt seiner Sammlung zu verändern begann.

Das Projekt baut auf den Erkenntnissen des Modellprojekts „Identifizierung von NS-Raubgut in technikhistorischen Sammlungen“ auf und setzt die hier entwickelten Methoden und Verfahren um. Wie das Modellprojekt gezeigt hat, finden sich bei technischen Massenartikeln nur in Ausnahmefällen Spuren am Objekt, die Hinweise auf seine Herkunft geben. Deswegen stellen Unterlagen zur Erwerbungs- und Gebrauchsgeschichte den Ausgangspunkt der Untersuchung dar.

Mit der Überprüfung seiner Bestände auf NS-Raubgut stellt sich das Deutsche Technikmuseum seiner Verantwortung und macht die Herkunft seiner Sammlungen transparent. Den Auf- und Ausbau der Provenienzforschung begreift es als eine zentrale und langfristig angelegte Aufgabe.

© Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin, Juni 2020