Website der Stiftung "Deutsches Zentrum Kulturgutverluste"

Erforschung der Werkprovenienzen der Kunstwerke mit ungeklärter bzw. bedenklicher Herkunft im Eigentum der Stiftung Hamburger Kunstsammlungen, die sich als Dauerleihgabe in der Hamburger Kunsthalle befinden.

Förderbereich NS-Raubgut Zuwendungsempfänger Stiftungen Hamburger Kunstsammlungen in Kooperation mit der Hamburger Kunsthalle Bundesland Hamburg Website https://www.hamburger-kunsthalle.de/forschungsprojekt-werkprovenienzen-zu-dauerleihgaben-im-eigentum-der-stiftung-hamburger Ansprechpartner Projekttyp Langfristiges Projekt zur systematischen Prüfung von Sammlungsbeständen Projektlaufzeit
  1. Juni 2021 bis Mai 2022

Beschreibung

Seit 1956 unterstützt die Stiftung Hamburger Kunstsammlungen durch Ankäufe von Kunstwerken die Sammlung der Hamburger Kunsthalle, indem die von ihr erworbenen Werke in den Bestand der Hamburger Kunsthalle als Dauerleihgaben der Stiftung aufgenommen werden. Mit dem am 1. Juni 2021 begonnenen Provenienzforschungsprojekt stellt sich die Stiftung Hamburger Kunstsammlungen der Verantwortung hinsichtlich der Geschichte und der Herkunft der in ihrem Eigentum befindlichen Werke, sowie der Geschichte der ehemaligen Eigentümer:innen und Besitzer:innen. Das gemeinsam mit der Hamburger Kunsthalle durchgeführte Forschungsprojekt bildet den Auftakt für einen mehrjährigen Prozess hinsichtlich der gewissenhaften Aufarbeitung der Herkunft der Werke, die die Stiftung für die vielfältige kulturelle Landschaft Hamburgs angekauft hat, u.a. auch für das Museum für Kunst und Gewerbe.

Das Forschungsprojekt zielt darauf, die Herkunft derjenigen 45 Kunstwerke dieses Bestandes in der Hamburger Kunsthalle ausführlich zu erforschen, die nach bereits erfolgter, intensiver Provenienzforschung heute noch markante Herkunftslücken aufweisen, und die als bedenklich einzustufen sind.

Das Team Dr. Nadine Bauer (Projektmitarbeiterin) und Dr. Ute Haug (Projektleitung) wird sich im Rahmen des Projekts von Juni 2021 bis Mai 2023 intensiv dieser Forschung widmen. Auf der Grundlage der ermittelten Erkenntnisse werden entsprechende Vermittlungsformate entwickelt und angeboten.