Website der Stiftung "Deutsches Zentrum Kulturgutverluste"

Judaica in Gelehrtenbibliotheken aus Jerusalem, Amsterdam und Bukarest – mehrheitlich in hebräischer und jiddischer Sprache – sowie aus Einzelerwerbungen der UB Potsdam

Zuwendungsempfänger Universitätsbibliothek Potsdam Bundesland Brandenburg Website Looted Cultural AssetsProvenienzforschung an der Universitätsbibliothek Potsdam Lost Art-Meldung zu Fundmeldungen der Einrichtung Ansprechpartner
  • Anke Geißler
    Projektbericht_Ansprechpartner_FunktionWissenschaftliche Mitarbeiterin für Provenienzforschung
    Telefon: +49 (0) 331 977 2218
Projekttyp Langfristiges Projekt zur systematischen Prüfung von Sammlungsbeständen Projektlaufzeit
  1. September 2014 bis August 2015
  2. September 2015 bis August 2016
  3. September 2017 bis August 2018

Beschreibung

Die Universitätsbibliothek Potsdam wurde 1991 mit der Universität Potsdam gegründet. Sie integriert Bestände von Vorgängereinrichtungen wie der Pädagogischen Hochschule Karl Liebknecht am Neuen Palais und der Babelsberger Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft der DDR. Größere Bestände mit Verdacht auf NS-Raubgut sind darunter bislang nicht bekannt geworden.

Mit der Etablierung des Studiengangs Jüdische Studien 1994 und des Aufbaus eines entsprechenden Buchbestandes änderte sich die Situation grundlegend, da die UB Potsdam begann, eine eigene Judaica-Sammlung aufzubauen und neben antiquarischen Titeln auch ganze Privatsammlungen ankaufte. Dazu zählen unter anderem die Bibliothek des israelischen Bibliothekars Israel Mehlmann (1900–1989) aus Jerusalem, die des ehemaligen Chefdramaturgen des Jiddischen Theaters Bukarest, Israil Bercovici (1921–1988) oder die Bibliothek des niederländischen Rabbiners Prof. Yehuda Aschkenasy (1924–2011) aus Amsterdam. Alle Bände aus diesen Beständen, die vor 1945 gedruckt wurden, insgesamt 4500, werden im Projekt auf Provenienzmerkmale hin untersucht.

© Universitätsbibliothek Potsdam