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Provenienzrecherche nach NS-verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut im Altbestand 1952-1968 der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin

Förderbereich NS-Raubgut Zuwendungsempfänger Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin Bundesland Berlin Website http://www.fu-berlin.de/sites/ub/Looted Cultural AssetsRestitution von Raub- und Beutegut Ansprechpartner Projekttyp Langfristiges Projekt zur Prüfung von Sammlungsbeständen Projektlaufzeit
  1. April 2015 bis März 2017
  2. April 2017 bis März 2018

Beschreibung

2015 wurde in der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin die Stabsstelle NS-Raub- und Beute gut eingerichtet, deren Aufgabe die Identifikation von NS-Raub- und Beutegut in den Beständen der Bibliotheken der Freien Universität Berlin ist. Die Vorarbeiten zur Einrichtung dieser Stabsstelle reichen bis 2012 zurück. Die Stabsstelle ist als logische Konsequenz von NS-Raubgut- und Beutegutfunden in den Beständen der Universitätsbibliothek entstanden. Derzeit besteht das Gesamtteam der Stabsstelle aus 9 Personen.

Das Projekt „Provenienzrecherche nach NS-verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut im Altbestand 1952-1968 der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin“ ist Teil der Stabsstelle NS-Raub- und Beutegut. In diesem Projekt werden ca. 70.000 Bände aus den Erwerbungsjahren 1952-1968 systematisch auf Provenienzen geprüft, dabei NS-Raubgut ermittelt und Rückgaben realisiert. Ziel des Projektes ist es, gefundene Provenienzen auf einen NS-Raubgut-Hintergrund zu prüfen und die Rechercheergebnisse sowie alle gefunden Provenienzen in einer Datenbank online frei verfügbar zu machen.

Um dieses Ziel zu erreichen wurde 2015 in einer Kooperation mit der Bibliothek der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum, der Universitätsbibliothek, der Universität Potsdam und der Zentral- und Landesbibliothek Berlin die Provenienzdatenbank Looted Cultural Assets (LCA) veröffentlicht. Diese bietet Interessierten Zugriff auf die gefunden Provenienzen und die damit verbundenen Exemplare sowie Kurzinformationen über Rechercheergebnisse. Intern werden Fälle aus den beteiligten Bibliotheken miteinander verknüpft und gemeinsam Forschungs- und Rechercheergebnisse dokumentiert. Hierdurch werden Informationen routiniert ausgetauscht sowie vervollständigt und einzelne Fälle effizienter bearbeitet.

* Blick auf die untersuchte Bestände im Magazinturm der Universitätsbibliothek Blick auf die untersuchte Bestände im Magazinturm der Universitätsbibliothek Quelle:  Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin

Veröffentlichung

Looted Cultural Assets. Provenienzdatenbank. [Link]

© Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin, Februar 2016