Website der Stiftung "Deutsches Zentrum Kulturgutverluste"

Die Rekonstruktion der Judaica-Sammlung von Max Raphael Hahn (1880-1942)

Förderbereich NS-Raubgut Zuwendungsempfänger Museum für Kunst und Gewerbe (Hamburg) Bundesland Hamburg Website http://www.mkg-hamburg.de/de/das-mkg/provenienzforschung.html Lost Art-Meldung zu Fundmeldungen der Einrichtung Ansprechpartner
  • Dr. Sharon Meen
    Projektbericht_Ansprechpartner_FunktionForschungsleiterin Hahn Sammlung
    Telefon: 001-604 789 7552
    Projektbericht_Ansprechpartner_EMAilsmeen@mail.ubc.ca / s.meen79@gmail.com
  • Dr. Tanja Baensch
    Projektbericht_Ansprechpartner_FunktionProjekt Judaika-Sammlung Hahn, Provenienzforschung
    Telefon: +49 30 8270034
    Projektbericht_Ansprechpartner_EMAiltanja.baensch@mkg-hamburg.de
  • Dr. Silke Reuther
    Projektbericht_Ansprechpartner_FunktionProvenienzforschung - Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
    Telefon: +49 40 428134-551
    Projektbericht_Ansprechpartner_EMAilsilke.reuther@mkg-hamburg.de
Projekttyp Sammlungsrekonstruktion Projektlaufzeit
  1. März 2020 bis Februar 2021

Beschreibung

Im November 2018 konnte das MKG einen silbernen Kidduschbecher aus der Judaica-Sammlung des vom NS-Regime verfolgten deutsch-jüdischen Kaufmanns und Kunst-sammlers Max Raphael Hahn an dessen Familie restituieren. Die Identifizierung des 1939 beschlagnahmten Bechers in dem vom MKG bewahrten Silberbestand aus jüdi-schem Besitz war anhand eines historischen Fotos möglich.

Es besteht die berechtigte Hoffnung, dass sich im MKG noch weiteres Silber aus der Sammlung Hahn befindet. So reifte im Rahmen der Rückgabe der Gedanke an die weite-re Erforschung und Rekonstruktion der bedeutenden Sammlung des Göttinger Unter-nehmers Hahn auf der Basis des erhaltenen schriftlichen Nachlasses in Familienbesitz.

In Kooperation mit Michael Hayden, dem in Kanada lebenden Enkel von Max Raphael Hahn, wurden beim Deutschen Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg Fördergelder für das Forschungsprojekt zur Rekonstruktion der Judaica-Sammlung von Max Raphael Hahn beantragt und bewilligt. Es läuft vom 1. März 2020 bis zum 28. Februar 2021 und wird von der Provenienzforscherin Dr. Tanja Baensch, Berlin, durchgeführt.

Das konkrete Ziel ist es, die Objekte zu identifizieren, ihren Verbleib zu ermitteln, ihre Wege bis zum heutigen Standort nachzuvollziehen und die Verlustumstände während des NS-Regimes zu klären. Dabei sollen Erkenntnisse über das Verwertungssystem von entzogenem Kulturgut – insbesondere jüdischen Ritualobjekten – im nationalsozialisti-schen Regime gewonnen werden.

© Museum für Kunst und Gewerbe, März 2020