Website der Stiftung "Deutsches Zentrum Kulturgutverluste"

Der Museumsverband für die Provinz Sachsen und für Anhalt. Der Einfluss der Museumsberatung und ihrer Netzwerke auf die Museen in der Provinz Sachsen und in Anhalt während der NS-Zeit. Akteure, Strukturen, Mittel und Verflechtungen

Förderbereich NS-Raubgut Zuwendungsempfänger Museumsverband Sachsen-Anhalt e.V. Bernburg Bundesland Sachsen-Anhalt Website https://kultur.sachsen-anhalt.de/index.php?id=57066 Ansprechpartner
  • Sven Pabstmann M.A.
    Projektbericht_Ansprechpartner_FunktionWissenschaftlicher Mitarbeiter für Provenienzforschung
    Telefon: +49 (0)3471 - 62 81 16
    Projektbericht_Ansprechpartner_EMAilpabstmann@mv-sachsen-anhalt.de
  • Dr. Annette Müller-Spreitz
    Projektbericht_Ansprechpartner_FunktionKoordination Provenienzforschung
    Telefon: +49 (0)3471 - 62 81 16
    Projektbericht_Ansprechpartner_EMAilmueller-spreitz@mv-sachsen-anhalt.de
Projekttyp Langfristiges Projekt zur Kontextforschung Projektlaufzeit
  1. Dezember 2019 bis November 2020

Beschreibung

Das Forschungsprojekt widmet sich der Aufarbeitung der Geschichte des Museumsverbandes Sachsen-Anhalt e.V. bzw. seiner Vorgängerinstitutionen in der Zeit des Nationalsozialismus. Im Mittelpunkt steht dabei die Untersuchung der noch weitgehend – auch in anderen Bundesländern – unbekannten Strukturen und Netzwerke des Museumsverbandes. Im Anschluss an das Forschungsprojekt sollen die Untersuchungsergebnisse publiziert werden.

Historischer Hintergrund
Die Geschichte des Verbandes geht auf den im Jahr 1921 gegründeten "Museumsbund der Provinz Sachsen" zurück, der seit 1932 als "Verband zur Förderung der Museumsinteressen in der Provinz Sachsen und im Freistaat Anhalt" weitergeführt wurde und seit 1936 unter dem Namen "Museumsverband für die Provinz Sachsen und für Anhalt" bestand. Ab 1936 bis 1945 unterstanden die regionalen Museumsverbände dem "Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung" sowie den nachgeordneten Landes- bzw. Provinzialbehörden. Damit verbunden war die Ernennung von insgesamt 24 Museumspflegern durch das Reichserziehungsministerium. Für die Provinz Sachsen wurde der Direktor der "Landesanstalt für Volkheitskunde" in Halle (Saale), Walther Schulz (1887–1982), und für das Land Anhalt der Direktor des "Anhaltischen Landesmuseums" in Zerbst, Gustav Hinze (1879–1973), als Museumspfleger eingesetzt.

Ziele
Das Ziel des Provenienzforschungsprojektes ist es zu klären, in welchem Umfang die Museumspflege in der Preußischen Provinz Sachsen und im Land Anhalt auf die Museen sowie ihre inhaltliche Arbeit Einfluss genommen hat und wie diese Beratungsfunktion zu bewerten ist. Außerdem wird der Frage nachgegangen, welche Aufgaben und Funktionen die staatlich beauftragten Museumspfleger für die NS-Reichsbehörden wahrgenommen haben. Dabei stellt die Aufarbeitung der Verflechtungen zu Museumsdirektoren und -mitarbeitern einen wichtigen Bestandteil der Untersuchung dar.

© Museumsverband Sachsen-Anhalt e. V., Februar 2020