Website der Stiftung "Deutsches Zentrum Kulturgutverluste"

Provenienzforschung zu Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten (China) in vier ostfriesischen Museen und Kultureinrichtungen

Förderbereich Koloniale Kontexte Zuwendungsempfänger Ostfriesische Landschaft – Regionalverband für Kultur, Wissenschaft und Bildung, (Aurich) Bundesland Niedersachsen Website https://www.ostfriesischelandschaft.de/992.html Ansprechpartner
  • Drauschke - Schreiber
    Projektbericht_Ansprechpartner_FunktionFacts & Files, Historisches Forschungsinstitut Berlin
    Projektbericht_Ansprechpartner_EMAilmail@factsandfiles.com
Projekttyp Grundlagenforschung Projektlaufzeit
  1. Januar 2021 bis Dezember 2021

Beschreibung

Aus der Lage Ostfrieslands am Meer, der damit verbundenen Seefahrt, dem Handel und der Marine lässt sich erklären, dass sich in den Sammlungen der Region Objekte oder Konvolute aus kolonialen Kontexten finden. Besonders auffällig sind dabei Objekte aus China und insbesondere aus der ehemaligen deutschen Kolonie Jiaozhou (Kiautschou) mit der Hauptstadt Qingdao (Tsingtau).
Das Projekt erforscht multiperspektivisch die Provenienz von 511 Objekten, die sich in vier Museen in Ostfriesland befinden: im Deutschen Sielhafenmuseum Carolinensiel, in der Naturforschenden Gesellschaft zu Emden, im Ostfriesischen Teemuseum Norden und im Fehn- und Schiffahrtmuseum Westrhauderfehn. Dabei sollen die kolonialen Kontexte der bisher vorwiegend als „Seefahrermitbringsel“ klassifizierten Objekte rekonstruiert und im Hinblick auf problematische Aneignungskontexte untersucht werden.
In Kooperation mit chinesischen Wissenschaftlern wird in chinesischen und deutschen Archiven recherchiert. Die Ergebnisse des Projektes werden auf einer Abschlussveranstaltung der Öffentlichkeit präsentiert und die relevanten Bestände online im Kulturerbe-Portal und auf der „PAESE“-Datenbank digital veröffentlicht.
Mit dem Projekt wurde Facts & Files Historisches Forschungsinstitut Berlin beauftragt.

© Ostfriesische Landschaft – Regionalverband für Kultur, Wissenschaft und Bildung, Februar 2021