Website der Stiftung "Deutsches Zentrum Kulturgutverluste"

Die Liquidation der Galerie Alfred Flechtheim GmbH und ihre Folgen. Grundlagenforschung zum Handel mit NS-verfolgungsbedingt entzogener Kunst durch die Galerie Alex Vömel, Düsseldorf, und die Galerie Buchholz, Berlin

Förderbereich NS-Raubgut Zuwendungsempfänger Kunstgeschichtliches Seminar der Universität Hamburg Bundesland Hamburg Website https://www.fbkultur.uni-hamburg.de/ks/forschung/forschungsstelle-entartete-kunst.html Ansprechpartner Projekttyp Langfristiges Projekt zur Grundlagenforschung Projektlaufzeit
  1. Februar 2013 bis Februar 2015
  2. Februar 2015 bis April 2016

Beschreibung

Alex Vömel war seit 1922 Mitarbeiter der Galerie Alfred Flechtheim in Düsseldorf und wurde 1927 Geschäftsführer der Galerie Alfred Flechtheim GmbH. Im März 1933 gründete er die Galerie Alex Vömel in Düsseldorf, die bis heute besteht. Karl Buchholz, ein gelernter Buchhändler, gründete eine Kunsthandlung 1934 und machte Curt Valentin, der bis 1933 für Alfred Flechtheim in Berlin gearbeitet hatte, bis Ende 1936 zu deren Leiter. Die Galerie Buchholz existierte bis 1955.
Das Projekt widmete sich der Grundlagenforschung zum Kunsthandel im Nationalsozialismus am Beispiel der Galerien Buchholz und Vömel. Die Forschung oblag Dr. Gesa Jeuthe (Vömel) und Dr. Anja Tiedemann (Buchholz). Untersucht wurden die Bestände von etwa 4.000 Kunstwerken sowie das Netzwerk der beiden Kunsthandlungen zwischen 1933 und 1945. Diese wurden in Beziehung zu den Rahmenbedingungen des NS-Kunsthandels gestellt.

Veröffentlichung

Gesa Jeuthe: Auf schmalem Grat. Alex Vömel und der Kunsthandel im Nationalsozialismus, voraussichtlich Berlin 2017 (Schriften der Forschungsstelle „Entartete Kunst“)

Anja Tiedemann (Hrsg.): Die Kammer schreibt schon wieder! Das Reglement für den Handel mit moderner Kunst im Nationalsozialismus, Berlin 2016 (Schriften der Forschungsstelle „Entartete Kunst“, Bd. 10).

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