Website der Stiftung "Deutsches Zentrum Kulturgutverluste"

Förderung der Provenienzforschungim Bereich "NS-verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut" (NS-Raubgut) in privaten Sammlungen und bei Privatpersonen

Sie haben eine Sammlung oder ein Gemälde geerbt und den Verdacht, dass Teile der Sammlung bzw. das Objekt dem jüdischen Eigentümer im Zuge nationalsozialistischer Verfolgungsmaßnahmen entzogen wurde? Oder Sie haben im Nachlass Ihres Vaters dessen Tagebücher gefunden, in denen wichtige Hinweise zu Entziehungsvorgängen während der NS-Zeit enthalten sind? Oder wurde die Sammlung Ihrer Großeltern durch die Nationalsozialisten beschlagnahmt und anschließend gegen ihren Willen verkauft?

Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste unterstützt mit der am 6. Februar 2017 in Kraft getretenen Richtlinie für die Förderung der Provenienzforschung nun auch Privatpersonen mit Wohnsitz in Deutschland bei solchen Anliegen.

Antragsberechtigt sind Privatpersonen, die bei der Klärung der Herkunft ihrer Objekte auf NS-Raubgut oder bei der Rekonstruktion einer von den Nationalsozialisten zerschlagenen Sammlung ihrer Vorfahren gerechte und faire Lösungen gemäß den Washingtoner Prinzipien und der Gemeinsamen Erklärung anstreben und an deren Unterstützung im Einzelfall ein öffentliches Interesse besteht.

Dabei steht vor Antragstellung die ausführliche fachliche Beratung durch den Fachbereich Provenienzforschung an erster Stelle. Erst danach lässt sich festlegen, welche Art von Unterstützung sinnvoll ist. Wenden Sie sich bitte hierzu an

Deutsches Zentrum Kulturgutverluste
Dr. Dagmar Thesing
Projektberatung (private Einrichtungen und Privatpersonen)
Humboldtstraße 12
39112 Magdeburg
Telefon+49 (0) 391 727 763 31
Telefax+49 (0)391 727 763 6
E-Maildagmar.thesing@kulturgutverluste.de

Washingtoner Prinzipien

Gemeinsame Erklärung

Förderrichtlinie (PDF, 60 KB)

Antragsformular (Word, 55 KB)