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Projekt "Provenienzrecherche Gurlitt"

Das Projekt „Provenienzrecherche Gurlitt“ erforscht als Nachfolgeprojekt der Taskforce "Schwabinger Kunstfund" die Herkunft (Provenienz) der seit 2012 bei Herrn Cornelius Gurlitt an verschiedenen Stellen aufgefundenen Kunstwerke. Außerdem inventarisiert und erschließt es die umfangreichen Materialien aus dem schriftlichen Nachlass von Cornelius Gurlitt. Das Ziel ist die Erforschung der historischen Eigentumsverhältnisse der verdächtigen Kunstwerke hinsichtlich der Klärung der Fragen, ob es sich möglicherweise um NS-Raubkunst handelt und wem das Werk NS-verfolgungsbedingt entzogen wurde.

Das Projekt konzentriert sich auf die Erforschung der Provenienzen, ist aber auch Anlaufstelle für Anfragen.

Gemäß Beschluss des Stiftungsrates der Stiftung Deutsches Zentrum Kulturgutverluste ist das Projekt „Provenienzrecherche Gurlitt“ seit dem 1. Januar 2016 in deren Trägerschaft angesiedelt. Die Arbeit erfolgt auf Basis der 2014 zwischen dem Bund, dem Freistaat Bayern und Herrn Cornelius Gurlitt geschlossenen Vertrages sowie der Vereinbarung von Bund, dem Freistaat Bayern und der Stiftung Kunstmuseum Bern des gleichen Jahres.

Die Arbeitsweise des Projekts wurde konzipiert, um ein effizientes, transparentes und zügiges Voranschreiten sicherzustellen. Dabei wird auf bewährte Methoden der Provenienzforschung, die Forschungsarbeit der Taskforce "Schwabinger Kunstfund" sowie anerkannte fachliche Expertise aufgebaut. Auf Basis einer gründlichen Grundlagenrecherche zu den Einzelwerken werden Forschungsaufträge für die vertiefte Provenienzforschung gebildet. Dabei genießen anspruchsbehaftete Werke Priorität.

Die Projektlaufzeit wurde zunächst auf ein Jahr befristet, mittlerweile um ein Jahr verlängert und endet zum 31. Dezember 2017. Die Finanzierung erfolgt ausschließlich aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Leiterin des Projekts ist Frau Dr. Andrea Baresel-Brand.

Team
Projekt "Provenienzrecherche Gurlitt"
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