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zuletzt aktualisiert am 17. Januar 2020

Ergebnisse

Zah­len zu den Ein­zel­po­si­tio­nen des Kunst­fun­des Gur­litt

Der Ge­samt­be­stand des Kunst­fun­des Gur­litt (Stand: De­zem­ber 2018) be­steht – nach er­neu­ter Zäh­lung und teil­wei­ser Neu­ord­nung von Po­si­tio­nen ‒ aus 1.566 Po­si­tio­nen.

Da­von sind:

  • nicht NS-ver­fol­gungs­be­dingt ent­zo­gen ("grün"): 445 Po­si­tio­nen, be­ste­hend aus:

    • "grün" nach Re­view = 28 Po­si­tio­nen
    • Fa­mi­li­en­be­sitz = 296 Po­si­tio­nen,
    • „Ent­ar­te­te Kunst“ vor 1933 = 121 Po­si­tio­nen (Hier­mit sind Wer­ke ge­meint, die 1937 in der Be­schlag­nah­me­ak­ti­on „Ent­ar­te­te Kunst“ aus deut­schen Mu­se­en ent­fernt wur­den, vom je­wei­li­gen Mu­se­um aber be­reits vor Be­ginn der NS-Herr­schaft im Jah­re 1933 er­wor­ben wor­den wa­ren und die kei­ne Leih­ga­ben Pri­va­ter wa­ren.)

  • (wahr­schein­lich) NS-Raub­kunst („rot“): 9 Po­si­tio­nen
  • un­ge­klär­te Pro­ve­ni­enz („gelb“): 1.057 Po­si­tio­nen, be­ste­hend aus:

    • „gelb“ nach For­schung = 650 Po­si­tio­nen,
    • Ver­dachts­grup­pe „Ent­ar­te­te Kunst“ = 407 Po­si­tio­nen
  • Mas­sen­wa­re: 55 Po­si­tio­nen

Er­läu­te­rung: Von den 1.566 Po­si­tio­nen des Ge­samt­be­stan­des wa­ren nach Ab­schluss der Be­for­schung durch die Taskfor­ce „Schwa­bin­ger Kunst­fund“ (31.12.2015) im Jahr 2016 noch 1.039 Po­si­tio­nen vom Nach­fol­ge-Pro­jekt „Pro­ven­ienz­re­cher­che Gur­litt“ zu be­ar­bei­ten. Die­se Zahl er­gibt sich aus den be­reits 573 von der Taskfor­ce ge­klär­ten Po­si­tio­nen, von de­nen je­doch 46 Po­si­tio­nen aus un­ter­schied­li­chen Grün­den vom Pro­jekt wei­ter be­forscht wur­den.

1.566 – 573 + 46 = 1.039

Die be­reits durch die Taskfor­ce ge­klär­ten 573 Po­si­tio­nen wur­den von die­ser wie folgt ka­te­go­ri­siert:

  • 53 Po­si­tio­nen Mas­sen­wa­re
  • 231 Po­si­tio­nen sog. „Ent­ar­te­te Kunst“ vor 1933 (Die­se Zahl stell­te sich im Lau­fe des Nach­fol­ge-Pro­jek­tes als zu hoch her­aus, da bei 110 Po­si­tio­nen wei­te­rer For­schungs­be­darf ge­se­hen wur­de. Das Pro­jekt hat da­her le­dig­lich 121 Po­si­tio­nen als sog. „Ent­ar­te­te Kunst“ vor 1933 und da­mit als un­be­las­tet ein­ge­stuft (sie­he oben). Die wei­te­re Un­ter­su­chung der ge­nann­ten 110 Po­si­tio­nen ist ver­ein­ba­rungs-ge­mäß nicht vom Pro­jekt, son­dern vom Kunst­mu­se­um Bern zu leis­ten.)
  • 278 Po­si­tio­nen Fa­mi­li­en­be­sitz
  • 5 Po­si­tio­nen NS-Raub­kunst
  • 2 Po­si­tio­nen wahr­schein­lich NS-Raub­kunst
  • 4 Po­si­tio­nen „grü­ne“ Wer­ke