Website der Stiftung "Deutsches Zentrum Kulturgutverluste"

Vorgeschichte

Nach dem Bekanntwerden des Kunstfundes in der Schwabinger Wohnung von Cornelius Gurlitt (1932– 2014) wurde im November 2013 die Taskforce "Schwabinger Kunstfund" gegründet. Die Tasksforce hat ihre Arbeit zum 31.12. 2015 vereinbarungsgemäß beendet. Deren Aufgabe war es, die Provenienzen der in München und 2014 in Salzburg aufgefundenen Kunstwerke zu ermitteln.

Da Cornelius Gurlitts Vater – Dr. Hildebrand Gurlitt (1895–1956) – als Kunsthändler in der NS-Zeit mit der „Verwertung“ der „Entarteten Kunst“ beauftragt und auch als einer der wichtigsten Einkäufer für die Größen der Nationalsozialisten tätig war, galt es, diejenigen Kunstwerke aus seiner Sammlung aufzuklären, die durch das nationalsozialistische Unrechtsregime zwischen 1933 und 1945 verfolgungsbedingt entzogen wurden.

Im April 2014 erklärte sich Cornelius Gurlitt in einer Vereinbarung mit dem Bund und dem Freistaat Bayern einverstanden, die Provenienzrecherche fortführen zu lassen und gerechte und faire Lösungen, insbesondere die Restitution von NS-Raubkunst nach den Washingtoner Prinzipien zu ermöglichen. Bevor Cornelius Gurlitt im Mai 2014 starb, benannte er die Stiftung Kunstmuseum Bern als Erbin. Im November 2014 bekannte sich die Stiftung Kunstmuseum Bern als testamentarische Erbin in einer Vereinbarung mit dem Bund und dem Freistaat Bayern zur Fortführung der Provenienzrecherche und zur Restitution von NS-Raubkunst.

Informationen zur Taskforce Schwabinger Kunstfund

Abschlussbericht der Taskforce Schwabinger Kunstfund vom 12. Januar 2016