Website der Stiftung "Deutsches Zentrum Kulturgutverluste"

17.11.2021

„Auseinandersetzung mit der eigenen kolonialen Geschichte“: Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste veranstaltet die digitale Herbstkonferenz „The Long History of Claims for the Return of Cultural Heritage from Colonial Contexts“

Die Debatte um die Rückgabe von Kulturgütern an ehemalige Kolonialgebiete ist hoch aktuell – und zugleich viel älter als den meisten bekannt. Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste untersucht in seiner digitalen Herbstkonferenz „The Long History of Claims for the Return of Cultural Heritage from Colonial Contexts“ vom 17. bis 19. November 2021 in Kooperation mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und dem Research Center for Material Culture of the National Museum of World Cultures, the Netherlands die lange Geschichte der Forderungen nach der Rückgabe von Kulturgütern und menschlichen Überresten aus kolonisierten Ländern. Mehr erfahren: „Auseinandersetzung mit der eigenen kolonialen Geschichte“: Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste veranstaltet die digitale Herbstkonferenz „The Long History of Claims for the Return of Cultural Heritage from Colonial Contexts“ …

28.10.2021

Deutsches Zentrum Kulturgutverluste vergibt Mittel zur Erforschung von Benin-Bronzen und bewilligt zudem rund 912.000 Euro für langfristige Forschungsprojekte zu kolonialen Kontexten 

Die sogenannten Benin-Bronzen stehen im Zentrum der Debatte um die Rückführung von Kulturgütern an ehemals kolonisierte Länder. Mit Unterstützung durch das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste soll die Herkunft von rund 90 Benin-Bronzen untersucht werden. Geklärt werden soll, ob sie auch zu jenen Objekten gehören, die 1897 aus dem Königspalast von Benin geraubt wurden. Die Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim, das Museum Fünf Kontinente München und das Übersee-Museum Bremen erhalten Fördermittel für kurzfristig beantragte Forschungsprojekte. Von 2022 an sollen erste in deutschen Museen und Einrichtungen befindliche Benin-Bronzen an Nigeria zurückgegeben werden. Außerdem hat das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste auf Empfehlung seines Förderbeirats in seiner zweiten Förderrunde des Jahres 2021 acht Anträgen zu langfristigen Forschungsvorhaben im Bereich koloniale Kontexte zugestimmt. Mehr erfahren: Deutsches Zentrum Kulturgutverluste vergibt Mittel zur Erforschung von Benin-Bronzen und bewilligt zudem rund 912.000 Euro für langfristige Forschungsprojekte zu kolonialen Kontexten  …

08.10.2021

Deutsches Zentrum Kulturgutverluste bewilligt in der zweiten Förderrunde 2021 rund 2,1 Millionen Euro für 20 Projekte der Provenienzforschung im Bereich „NS-Raubgut“

Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste hat in der zweiten Förderrunde dieses Jahres Anträgen für 20 Forschungsprojekte im Bereich „NS-Raubgut“ zugestimmt. Der Vorstand der Stiftung mit Sitz in Magdeburg bewilligte auf Empfehlung seines Förderbeirates rund 2,1 Millionen Euro für Provenienzforschung an Museen, Bibliotheken, wissenschaftlichen Einrichtungen sowie für vier private Antragsteller. So erhält beispielsweise die Evangelische Akademie Tutzing im Schloss Tutzing am Starnberger See als eine der ersten kirchlich getragenen Einrichtungen Mittel vom Zentrum, um Objekte auf NS-verfolgungsbedingten Entzug zu untersuchen. Das Schloss war von seinem einstigen Besitzer, dem 1930 verstorbenen jüdisch-ungarischen Kunstsammler Marczell von Nemes, reich ausgestattet worden. Der spätere Eigentümer Albert Hackelsberger und seine Familie wurden von den Nationalsozialisten verfolgt, vom ursprünglichen Mobiliar und den Kunstgegenständen ist heute nur noch wenig in Tutzing vorhanden. Mehr erfahren: Deutsches Zentrum Kulturgutverluste bewilligt in der zweiten Förderrunde 2021 rund 2,1 Millionen Euro für 20 Projekte der Provenienzforschung im Bereich „NS-Raubgut“ …

25.05.2021

Deutsches Zentrum Kulturgutverluste bewilligt in der ersten Förderrunde 2021 rund 2,8 Millionen Euro für 31 Projekte der Provenienzforschung im Bereich „NS-Raubgut“

Er galt als Duzfreund Hitlers, war bestens vernetzt im NS-Staat – und Gründer des heutigen Deutschen Jagd- und Fischereimuseums in München. Christian Weber, genannt „Tyrann von München“, hatte die Gründung des „Deutschen Jagdmuseums“ 1938 initiiert und sorgte dafür, dass sich die Sammlung vor allem in den Kriegsjahren auffallend vergrößerte. Ob und welche Kunstwerke und Objekte der Museumssammlung geraubt oder erpresst wurden und wie Weber sich dabei auch persönlich bereicherte, das soll jetzt ein vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste gefördertes Provenienzforschungsprojekt klären. Das Projekt in München ist eines von 31 Forschungsvorhaben im Bereich NS-Raubgut, die in der ersten Förderrunde 2021 vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg finanziell unterstützt werden. Der Vorstand des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste hat auf Empfehlung seines Förderbeirates in dieser ersten Antragsrunde 2021 rund 2,8 Millionen Euro für Provenienzforschung an Museen, Bibliotheken, wissenschaftlichen Einrichtungen sowie für sechs private Antragsteller bewilligt. Mehr erfahren: Deutsches Zentrum Kulturgutverluste bewilligt in der ersten Förderrunde 2021 rund 2,8 Millionen Euro für 31 Projekte der Provenienzforschung im Bereich „NS-Raubgut“ …

14.05.2021

Deutsches Zentrum Kulturgutverluste bewilligt in der ersten Antragsrunde 2021 rund 685.000 Euro für fünf Forschungsprojekte zu kolonialen Kontexten   

Während der Kolonialzeit gelangten Objekte aus aller Welt nach Deutschland. Noch heute befinden sich Kulturgüter aus einstigen Kolonialgebieten in Museen oder universitären Sammlungen – häufig ist unklar, ob sie getauscht, gekauft oder geraubt wurden. Daneben gibt es in den Einrichtungen aber auch menschliche Überreste, die man etwa zum Zwecke anthropologischer sogenannter „Rasse-Forschungen“ nach Europa verschleppte. Um zu klären, woher und unter welchen Umständen die Objekte und menschlichen Überreste in deutsche Sammlungen kamen, hat nun der Vorstand des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste in Magdeburg auf Empfehlung seines Förderbeirats in der ersten Antragsrunde 2021 fünf Forschungsanträgen im Bereich „Koloniale Kontexte“ zugestimmt und dafür insgesamt 684.493 Euro Fördergeld bewilligt. Drei der Projekte wurden neu beantragt, zwei bereits laufende werden verlängert. Mehr erfahren: Deutsches Zentrum Kulturgutverluste bewilligt in der ersten Antragsrunde 2021 rund 685.000 Euro für fünf Forschungsprojekte zu kolonialen Kontexten    …

12.05.2021

Auch kurzfristig möglich: Deutsches Zentrum Kulturgutverluste vergibt Mittel für die Erforschung von Benin-Bronzen

Die Diskussion um die Rückgabe der sogenannten Benin-Bronzen an Nigeria betrifft nicht nur große Institutionen wie das Humboldt Forum – auch kleinere Einrichtungen in Deutschland besitzen Kulturgüter aus Benin, die möglicherweise auf Beschlagnahmungen und Plünderungen im Königspalast in Benin City 1897 zurückgehen. Damit auch kleinere Museen solche Objekte in ihren Beständen identifizieren können, möchte das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste dazu ermutigen, kurzfristige Forschungsgelder aus seinen Mitteln zu beantragen. Für die Provenienzforschung an einzelnen Objekten oder kleineren Konvoluten kann das Zentrum bis zu 25.000 Euro für eine Projektdauer von bis zu sechs Monaten zur Verfügung stellen. Mehr erfahren: Auch kurzfristig möglich: Deutsches Zentrum Kulturgutverluste vergibt Mittel für die Erforschung von Benin-Bronzen …