Website der Stiftung "Deutsches Zentrum Kulturgutverluste"

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Themen und Artikel

* (verweist auf: Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste lädt zu Gesprächen mit Nachkommen jüdischer Kunstsammler:innen)
Datum 29.07.2022

Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste lädt zu Gesprächen mit Nachkommen jüdischer Kunstsammler:innen

Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste veranstaltet im Sommer eine dreiteilige Gesprächsreihe mit Nachkommen jüdischer Kunstsammler:innen. Damit führt das Zentrum ein Format fort, das es im Rahmen des Festjahrs „#2021JLID – Jüdisches Leben in Deutschland“ 2021 begonnen hatte. Mehr erfahren: Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste lädt zu Gesprächen mit Nachkommen jüdischer Kunstsammler:innen …

Das Projekt „Provenienz und Geschichte der Sammlung indonesischer Schädel der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha“  (verweist auf: Stiftung Schloss Friedenstein Gotha schließt Projekt zur Provenienz von 41 Schädeln aus Indonesien ab)
Datum 29.07.2022

Stiftung Schloss Friedenstein Gotha schließt Projekt zur Provenienz von 41 Schädeln aus Indonesien ab

Die Stiftung Schloss Friedenstein Gotha hat die Provenienz von insgesamt 41 menschlichen Schädeln untersucht, die während der Kolonialzeit in die herzogliche Sammlung kamen. Das Projekt „Provenienz und Geschichte der Sammlung indonesischer Schädel der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha“ wurde vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste gefördert. Von indonesischer Seite unterstützte das Institut für Dayakstudien-21 in Palangka Raya im Süden Borneos die Forschung. Mehr erfahren: Stiftung Schloss Friedenstein Gotha schließt Projekt zur Provenienz von 41 Schädeln aus Indonesien ab …

Diverse Unterlagen und Stoßzahn, Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg (verweist auf: Deutsches Zentrum Kulturgutverluste fördert Projekt zu Werken aus Benin im Weltkulturen Museum Frankfurt am Main)
Datum 25.07.2022

Deutsches Zentrum Kulturgutverluste fördert Projekt zu Werken aus Benin im Weltkulturen Museum Frankfurt am Main

Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste fördert ein sechsmonatiges Forschungsvorhaben zu Werken aus dem Königreich Benin (Nigeria) in der Sammlung des Weltkulturen Museums in Frankfurt. Ziel des Projekts ist es, die Provenienz dieser Objekte genauer zu untersuchen und die Erwerbsumstände zu rekonstruieren. Insbesondere wird versucht zu klären, ob und welche Objekte im Kontext der britischen „Strafexpedition“ 1897 nach Europa und schließlich in das damalige Völkermuseum gelangten. Mehr erfahren: Deutsches Zentrum Kulturgutverluste fördert Projekt zu Werken aus Benin im Weltkulturen Museum Frankfurt am Main …

Pressemitteilungen

Datum 25.05.2022

Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste bewilligt in der ersten Antragsrunde 2022 rund 1,6 Millionen Euro für neun Forschungsprojekte zu kolonialen Kontexten

Wenn von ehemaligen Kolonien die Rede ist, dann zumeist von Gebieten im sogenannten Globalen Süden. Doch koloniale Unterdrückung fand auch im hohen Norden statt. Dort litten die Sámen unter dem sogenannten „Nordischen Kolonialismus“. Die einzigen indigenen Gesellschaften Europas, die in den nördlichen Regionen Norwegens, Finnlands, Schwedens und auf der Kola-Halbinsel der Russischen Föderation zuhause sind, verloren während der Unterdrückung durch die Nationalstaaten nicht zuletzt die meisten materiellen Zeugnisse ihrer Kultur. Die bedeutendste sámische Sammlung außerhalb Nordeuropas ist heute im Museum Europäischer Kulturen (MEK) in Berlin-Dahlem zu finden. Jetzt soll dieser Bestand systematisch aufgearbeitet werden: Das MEK untersucht im Rahmen eines vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste geförderten Projekts und in enger Kooperation mit sámischen Partner:innen die Herkunft von rund 1000 Objekten und Fotografien. Um zu klären, wie Kulturgüter aus Skandinavien, Ostafrika oder China, aber auch menschliche Überreste aus einstigen Kolonialgebieten in deutsche Sammlungen gekommen sind, hat nun der Vorstand des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste in Magdeburg auf Empfehlung seines Förderbeirats in der ersten Antragsrunde 2022 neun Forschungsanträgen im Bereich „koloniale Kontexte“ zugestimmt und dafür insgesamt rund 1,6 Millionen Euro Fördergeld bewilligt. Mehr: Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste bewilligt in der ersten Antragsrunde 2022 rund 1,6 Millionen Euro für neun Forschungsprojekte zu kolonialen Kontexten …

Datum 19.05.2022

Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste bewilligt in der ersten Förderrunde 2022 rund 3,1 Millionen Euro für 24 Projekte der Provenienzforschung im Bereich „NS-Raubgut“

Am Vormittag des 6. Mai 1933 stürmte eine Gruppe der Deutschen Studentenschaft randalierend und plündernd das Institut für Sexualwissenschaft in Berlin-Tiergarten. Vier Tage später brannten die geraubten Schriften auf dem Berliner Opernplatz. Institutsdirektor Magnus Hirschfeld schätzte später, dass 12.000 seiner Bücher der Bücherverbrennung durch das NS-Regime zum Opfer fielen. Große Teile seiner Bibliothek und seines Archivs gingen in Flammen auf, die übrigen Archivalien, Patientenakten, Kunstwerke, Demonstrations- oder Sexual-Objekte wurden zerstört, gestohlen, verkauft und verteilt. Hirschfeld erwarb später im Exil Teile der Bestände zurück, um sein Institut in Paris neu zu gründen. Doch dazu sollte es nicht kommen: Der Sexualaufklärer, der heute auch als Vordenker queerer Emanzipationsbewegungen gilt, verstarb 1935 an seinem 67. Geburtstag in Nizza. Im Rahmen eines vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste geförderten Projekts will nun die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft e.V. versuchen, den verlorenen Bestand und die bis 1936 fortdauernden Konfiskationen zu rekonstruieren. Dabei soll ein bebilderter Katalog entstehen, der Museen und Sammlungen zur Überprüfung ihrer Bestände dienen kann.
Das Projekt ist eines von 24 Forschungsvorhaben im Bereich NS-Raubgut, die in der ersten Förderrunde des Jahres 2022 vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg finanziell unterstützt werden. Der Vorstand des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste hat auf Empfehlung seines Förderbeirates in dieser ersten Antragsrunde rund 3,1 Millionen Euro für Provenienzforschung an Museen, Bibliotheken, wissenschaftlichen Einrichtungen sowie für private Antragsteller bewilligt. Mehr: Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste bewilligt in der ersten Förderrunde 2022 rund 3,1 Millionen Euro für 24 Projekte der Provenienzforschung im Bereich „NS-Raubgut“ …