Website der Stiftung "Deutsches Zentrum Kulturgutverluste"

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Themen und Artikel

* (verweist auf: Einladung zur Podiumsdiskussion und digitalen Konferenz "Die Peripherie im Zentrum" von 13. bis 15. November 2022)
Datum 19.09.2022

Einladung zur Podiumsdiskussion und digitalen Konferenz "Die Peripherie im Zentrum" von 13. bis 15. November 2022

Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste lädt herzlich zur digitalen Herbsttagung „Die Peripherie im Zentrum. Vergessenes, Verdrängtes und Vernachlässigtes in der Provenienzforschung“ am 14. und 15. November 2022. Dabei rücken wir in den Mittelpunkt, was sonst eher abseits der öffentlichen Wahrnehmung geschieht. Mehr erfahren: Einladung zur Podiumsdiskussion und digitalen Konferenz "Die Peripherie im Zentrum" von 13. bis 15. November 2022 …

Eröffnung Ausstellung "Gurlitt. Eine Bilanz" (verweist auf: Berner Kunstmuseum eröffnet Ausstellung „Gurlitt. Eine Bilanz“)
Datum 16.09.2022

Berner Kunstmuseum eröffnet Ausstellung „Gurlitt. Eine Bilanz“

Das Berner Kunstmuseum hat die Ausstellung „Gurlitt. Eine Bilanz“ eröffnet, die bis zum 15. Januar 2023 zu sehen ist. Mehr erfahren: Berner Kunstmuseum eröffnet Ausstellung „Gurlitt. Eine Bilanz“ …

Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig veröffentlicht Publikation zum Status Quo seiner Provenienzforschung (verweist auf: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig veröffentlicht Publikation zum Status Quo seiner Provenienzforschung)
Datum 09.09.2022

Stadtgeschichtliches Museum Leipzig veröffentlicht Publikation zum Status Quo seiner Provenienzforschung

Mit der Publikation „Vergessene Rück(an)sichten“ stellt das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig die Ergebnisse seiner Provenienzforschung zu NS-Raubkunst vor. In dem vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste geförderten Projekt widmete sich das Museum zwischen 2019 und 2022 den Erwerbungen von 1933 bis 1945 und prüfte insgesamt 323 Kunstwerke auf möglichen unrechtmäßigen Erwerb. Die Provenienzforschung zu weiteren ausgewählten Beständen dieser Zeit wird ab Dezember 2022 in einem neuen Vorhaben fortgeführt. Mehr erfahren: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig veröffentlicht Publikation zum Status Quo seiner Provenienzforschung …

Pressemitteilungen

Datum 25.05.2022

Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste bewilligt in der ersten Antragsrunde 2022 rund 1,6 Millionen Euro für neun Forschungsprojekte zu kolonialen Kontexten

Wenn von ehemaligen Kolonien die Rede ist, dann zumeist von Gebieten im sogenannten Globalen Süden. Doch koloniale Unterdrückung fand auch im hohen Norden statt. Dort litten die Sámen unter dem sogenannten „Nordischen Kolonialismus“. Die einzigen indigenen Gesellschaften Europas, die in den nördlichen Regionen Norwegens, Finnlands, Schwedens und auf der Kola-Halbinsel der Russischen Föderation zuhause sind, verloren während der Unterdrückung durch die Nationalstaaten nicht zuletzt die meisten materiellen Zeugnisse ihrer Kultur. Die bedeutendste sámische Sammlung außerhalb Nordeuropas ist heute im Museum Europäischer Kulturen (MEK) in Berlin-Dahlem zu finden. Jetzt soll dieser Bestand systematisch aufgearbeitet werden: Das MEK untersucht im Rahmen eines vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste geförderten Projekts und in enger Kooperation mit sámischen Partner:innen die Herkunft von rund 1000 Objekten und Fotografien. Um zu klären, wie Kulturgüter aus Skandinavien, Ostafrika oder China, aber auch menschliche Überreste aus einstigen Kolonialgebieten in deutsche Sammlungen gekommen sind, hat nun der Vorstand des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste in Magdeburg auf Empfehlung seines Förderbeirats in der ersten Antragsrunde 2022 neun Forschungsanträgen im Bereich „koloniale Kontexte“ zugestimmt und dafür insgesamt rund 1,6 Millionen Euro Fördergeld bewilligt. Mehr: Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste bewilligt in der ersten Antragsrunde 2022 rund 1,6 Millionen Euro für neun Forschungsprojekte zu kolonialen Kontexten …

Datum 19.05.2022

Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste bewilligt in der ersten Förderrunde 2022 rund 3,1 Millionen Euro für 24 Projekte der Provenienzforschung im Bereich „NS-Raubgut“

Am Vormittag des 6. Mai 1933 stürmte eine Gruppe der Deutschen Studentenschaft randalierend und plündernd das Institut für Sexualwissenschaft in Berlin-Tiergarten. Vier Tage später brannten die geraubten Schriften auf dem Berliner Opernplatz. Institutsdirektor Magnus Hirschfeld schätzte später, dass 12.000 seiner Bücher der Bücherverbrennung durch das NS-Regime zum Opfer fielen. Große Teile seiner Bibliothek und seines Archivs gingen in Flammen auf, die übrigen Archivalien, Patientenakten, Kunstwerke, Demonstrations- oder Sexual-Objekte wurden zerstört, gestohlen, verkauft und verteilt. Hirschfeld erwarb später im Exil Teile der Bestände zurück, um sein Institut in Paris neu zu gründen. Doch dazu sollte es nicht kommen: Der Sexualaufklärer, der heute auch als Vordenker queerer Emanzipationsbewegungen gilt, verstarb 1935 an seinem 67. Geburtstag in Nizza. Im Rahmen eines vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste geförderten Projekts will nun die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft e.V. versuchen, den verlorenen Bestand und die bis 1936 fortdauernden Konfiskationen zu rekonstruieren. Dabei soll ein bebilderter Katalog entstehen, der Museen und Sammlungen zur Überprüfung ihrer Bestände dienen kann.
Das Projekt ist eines von 24 Forschungsvorhaben im Bereich NS-Raubgut, die in der ersten Förderrunde des Jahres 2022 vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg finanziell unterstützt werden. Der Vorstand des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste hat auf Empfehlung seines Förderbeirates in dieser ersten Antragsrunde rund 3,1 Millionen Euro für Provenienzforschung an Museen, Bibliotheken, wissenschaftlichen Einrichtungen sowie für private Antragsteller bewilligt. Mehr: Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste bewilligt in der ersten Förderrunde 2022 rund 3,1 Millionen Euro für 24 Projekte der Provenienzforschung im Bereich „NS-Raubgut“ …