Website der Stiftung "Deutsches Zentrum Kulturgutverluste"

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Themen und Artikel

Altakten und Inventarverzeichnisse, Altaktenarchiv Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg (verweist auf: Restitution von fünf Silberobjekten an jüdische Erben im Bayerischen Nationalmuseum in München)
Datum 16.05.2022

Restitution von fünf Silberobjekten an jüdische Erben im Bayerischen Nationalmuseum in München

Der Generaldirektor des Bayerischen Nationalmuseums, Dr. Frank Matthias Kammel, hat am vergangenen Freitag fünf Silberobjekte aus dem ursprünglichen Eigentum von Therese Lippmann, Olga Maier und Dr. Karl Sonnenthal, an deren Erben übergeben. Mehr erfahren: Restitution von fünf Silberobjekten an jüdische Erben im Bayerischen Nationalmuseum in München …

Altakten und Inventarverzeichnisse, Altaktenarchiv Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg (verweist auf: Aktualisierte Handreichung zum Kulturgutschutz für Polizeibehörden und Justiz veröffentlicht )
Datum 13.05.2022

Aktualisierte Handreichung zum Kulturgutschutz für Polizeibehörden und Justiz veröffentlicht 

Die Staatsministerin für Kultur und Medien und das Bundesministerium für Justiz haben gemeinsam mit Fachexperten aus Verwaltung und Praxis ein aktualisiertes Informationsangebot zur Unterstützung von Staatsanwaltschaften, Polizei, Zoll und Kulturverwaltungen für ihre praktische Arbeit auf dem Gebiet des Kulturgutschutzes erstellt. Mehr erfahren: Aktualisierte Handreichung zum Kulturgutschutz für Polizeibehörden und Justiz veröffentlicht  …

* (verweist auf: Deutsches Zentrum Kulturgutverluste lädt zum "Kolloquium Provenienzforschung" am 23. Mai 2022)
Datum 10.05.2022

Deutsches Zentrum Kulturgutverluste lädt zum "Kolloquium Provenienzforschung" am 23. Mai 2022

Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste lädt in Kooperation mit CARMAH zur Veranstaltungsreihe „Kolloquium Provenienzforschung“ am 23. Mai 2022 ein. Mehr erfahren: Deutsches Zentrum Kulturgutverluste lädt zum "Kolloquium Provenienzforschung" am 23. Mai 2022 …

Pressemitteilungen

Datum 25.05.2022

Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste bewilligt in der ersten Antragsrunde 2022 rund 1,6 Millionen Euro für neun Forschungsprojekte zu kolonialen Kontexten

Wenn von ehemaligen Kolonien die Rede ist, dann zumeist von Gebieten im sogenannten Globalen Süden. Doch koloniale Unterdrückung fand auch im hohen Norden statt. Dort litten die Sámen unter dem sogenannten „Nordischen Kolonialismus“. Die einzigen indigenen Gesellschaften Europas, die in den nördlichen Regionen Norwegens, Finnlands, Schwedens und auf der Kola-Halbinsel der Russischen Föderation zuhause sind, verloren während der Unterdrückung durch die Nationalstaaten nicht zuletzt die meisten materiellen Zeugnisse ihrer Kultur. Die bedeutendste sámische Sammlung außerhalb Nordeuropas ist heute im Museum Europäischer Kulturen (MEK) in Berlin-Dahlem zu finden. Jetzt soll dieser Bestand systematisch aufgearbeitet werden: Das MEK untersucht im Rahmen eines vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste geförderten Projekts und in enger Kooperation mit sámischen Partner:innen die Herkunft von rund 1000 Objekten und Fotografien. Um zu klären, wie Kulturgüter aus Skandinavien, Ostafrika oder China, aber auch menschliche Überreste aus einstigen Kolonialgebieten in deutsche Sammlungen gekommen sind, hat nun der Vorstand des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste in Magdeburg auf Empfehlung seines Förderbeirats in der ersten Antragsrunde 2022 neun Forschungsanträgen im Bereich „koloniale Kontexte“ zugestimmt und dafür insgesamt rund 1,6 Millionen Euro Fördergeld bewilligt. Mehr: Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste bewilligt in der ersten Antragsrunde 2022 rund 1,6 Millionen Euro für neun Forschungsprojekte zu kolonialen Kontexten …

Datum 19.05.2022

Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste bewilligt in der ersten Förderrunde 2022 rund 3,1 Millionen Euro für 24 Projekte der Provenienzforschung im Bereich „NS-Raubgut“

Am Vormittag des 6. Mai 1933 stürmte eine Gruppe der Deutschen Studentenschaft randalierend und plündernd das Institut für Sexualwissenschaft in Berlin-Tiergarten. Vier Tage später brannten die geraubten Schriften auf dem Berliner Opernplatz. Institutsdirektor Magnus Hirschfeld schätzte später, dass 12.000 seiner Bücher der Bücherverbrennung durch das NS-Regime zum Opfer fielen. Große Teile seiner Bibliothek und seines Archivs gingen in Flammen auf, die übrigen Archivalien, Patientenakten, Kunstwerke, Demonstrations- oder Sexual-Objekte wurden zerstört, gestohlen, verkauft und verteilt. Hirschfeld erwarb später im Exil Teile der Bestände zurück, um sein Institut in Paris neu zu gründen. Doch dazu sollte es nicht kommen: Der Sexualaufklärer, der heute auch als Vordenker queerer Emanzipationsbewegungen gilt, verstarb 1935 an seinem 67. Geburtstag in Nizza. Im Rahmen eines vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste geförderten Projekts will nun die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft e.V. versuchen, den verlorenen Bestand und die bis 1936 fortdauernden Konfiskationen zu rekonstruieren. Dabei soll ein bebilderter Katalog entstehen, der Museen und Sammlungen zur Überprüfung ihrer Bestände dienen kann.
Das Projekt ist eines von 24 Forschungsvorhaben im Bereich NS-Raubgut, die in der ersten Förderrunde des Jahres 2022 vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg finanziell unterstützt werden. Der Vorstand des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste hat auf Empfehlung seines Förderbeirates in dieser ersten Antragsrunde rund 3,1 Millionen Euro für Provenienzforschung an Museen, Bibliotheken, wissenschaftlichen Einrichtungen sowie für private Antragsteller bewilligt. Mehr: Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste bewilligt in der ersten Förderrunde 2022 rund 3,1 Millionen Euro für 24 Projekte der Provenienzforschung im Bereich „NS-Raubgut“ …