Website of the German Lost Art Foundation

Digitalisierung, Transkription und Erschließung der für die Provenienzforschung (auch zu Kulturgut aus kolonialen Kontexten) relevanten Daten aus den Katalogen, Einliefererbüchern, Protokollen und sonstigen Dokumenten zu den Auktionen 23 (1940) bis 297 (1992) von Hauswedell & Nolte

funding area Nazi confiscated art Grant recipient Zentralarchiv für deutsche und internationale Kunstmarktforschung ZADIK (Köln) State North Rhine-Westphalia Website http://www.zadik.info/ Contact person Project type Indexing / Digitization Funding duration
  1. July 2019 to September 2021

Description

Mit dem Archiv Hauswedell & Nolte, von Gabriele Braun und Ernst Nolte größtenteils im Mai 2016 dem ZADIK übergeben, gelangte erstmals das Firmenarchiv eines hoch bedeutenden Buch-, Autographen- und Kunst-Auktionshauses, das vor dem Zweiten Weltkrieg gegründet wurde und bis 2016 bestanden hat, in den Besitz eines öffentlich zugänglichen deutschen Archivs.
Gegenstand des Projekts ist die Digitalisierung und Erschließung der für die Provenienzforschung (auch zu Kulturgut aus kolonialen Kontexten) relevanten ‚Kerndaten‘ zu den Auktionen des Hauses Dr. Hauswedell, bzw. ab 1.1.1969 Hauswedell & Nolte. Versteigert und verkauft wurden dort wertvolle Bücher und Autographen, ostasiatische, afrikanische, orientalische und präkolumbische Kunst und Kulturgüter und insbesondere "westliche" Kunst der Moderne und Alte Meister.
Als ‚Kerndaten‘ sind die Auktionsdaten zu verstehen. Diese Daten sind bei Hauswedell (& Nolte) zu ermitteln aus den Auktionskatalogen, den annähernd komplett vorhandenen Einliefererbüchern (diese erst ab 1951 vorhanden) und Auktionsprotokollen. Von insgesamt rund 342.000 Auktionslosen der Auktionen 23 (1940) bis 297 (1992) werden im zweijährigen Förderzeitraum 100.000 Lose mit den entsprechenden Kerndaten in die Datenbank des ZADIK aufgenommen. Da die Überlieferung nicht komplett ist, können zwar nicht alle Daten zu allen in den genannten Auktionen aufgerufenen Losen ermittelt werden, wohl aber die meisten. Die genauen Zahlen wird der weitere Arbeitsprozess zeigen.
Die ermittelten Daten sollen, soweit sie rechtlich unbedenklich sind, in der Datenbank des ZADIK im Internet veröffentlicht werden, so dass alle dort gehandelten Kunst- und Kulturgüter im Internet erscheinen und damit für die weitere Provenienzforschung zur Verfügung stehen.

© ZADIK - Zentralarchiv für deutsche und internationale Kunstmarktforschung e. V., Oktober 2020