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Tjurungas in der Ethnologischen Sammlung der Georg-August-Universität Göttingen

Förderbereich Koloniale Kontexte Zuwendungsempfänger Georg-August-Universität Göttingen - Ethnologische Sammlung Bundesland Niedersachsen Website https://www.uni-goettingen.de/de/drittmittelprojekte/637096.html Ansprechpartner
  • Dr. Michael Kraus
    Projektbericht_Ansprechpartner_FunktionProjektleiter
    Telefon: 0551 39 27894
    Projektbericht_Ansprechpartner_EMAilmkraus@sowi.uni-goettingen.de
  • Josefine Wartenberg MA
    Projektbericht_Ansprechpartner_FunktionProjektmitarbeiterin
    Telefon: 0551 39 27898
    Projektbericht_Ansprechpartner_EMAiljosefine.wartenberg@uni-goettingen.de
Projekttyp Kurzfristiges Projekt - Recherche zu Einzelobjekt Projektlaufzeit
  1. Dezember 2020 bis Februar 2021

Beschreibung

Die Ethnologische Sammlung der Georg-August-Universität besitzt nach aktueller Zuschreibung (Stand: 2020) 16 sogenannte tjurungas australischer Aborigines aus unterschiedlichen Erwerbungszusammenhängen.
Nach Vorstellung der Aborigines stehen tjurungas in Verbindung mit der mythischen Traumzeit. Sie definieren verwandtschaftliche Zugehörigkeiten und können Landrechte markieren. In der Wissenschaft werden diese Gegenstände als „sensibel“ bzw. als „secret-sacred“ klassifiziert. Es handelt sich um Artefakte, die in der Urhebergesellschaft als „heilig“ betrachtet werden und zugleich bestimmten Tabus unterliegen.
Das Projekt untersucht die Provenienz dieser sechzehn Objekte. Es wertet dazu in Göttingen und Berlin (Ethnologisches Museum) vorhandene Archivalien sowie wissenschaftliche Literatur aus. Ziel ist es, über Sammlerbiografien und Objektwege eine genauere Einordnung der vorhandenen tjurungas zu ermöglichen. Ein Kontakt zu Vertretern der Herkunftsgesellschaften besteht und soll weiter ausgebaut werden. Die im Projekt recherchierten Informationen sollen einen „informierten Dialog“ mit Vertretern der Herkunftsgesellschaften ermöglichen.

© Ethnologischen Sammlung der Georg-August-Universität Göttingen, März 2021