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Tjurungas in der Ethnologischen Sammlung der Georg-August-Universität Göttingen

Förderbereich Koloniale Kontexte Zuwendungsempfänger Georg-August-Universität Göttingen - Ethnologische Sammlung Bundesland Niedersachsen Website https://www.uni-goettingen.de/de/drittmittelprojekte/637096.html Ansprechpartner
  • Dr. Michael Kraus
    Projektbericht_Ansprechpartner_FunktionProjektleiter
    Telefon: 0551 39 27894
    Projektbericht_Ansprechpartner_EMAilmkraus@sowi.uni-goettingen.de
  • Josefine Wartenberg MA
    Projektbericht_Ansprechpartner_FunktionProjektmitarbeiterin
    Telefon: 0551 39 27898
    Projektbericht_Ansprechpartner_EMAiljosefine.wartenberg@uni-goettingen.de
Projekttyp Kurzfristiges Projekt - Forschung zu Objektkategorie Projektlaufzeit
  1. Dezember 2020 bis Februar 2021

Beschreibung

Die Ethnologische Sammlung der Georg-August-Universität ist eine der bedeutendsten Lehr- und Forschungssammlungen im deutschsprachigen Raum. Ihre Anfänge gehen auf das 1773 gegründete Akademische Museum der Universität zurück. Seit 1928 wird Ethnologie (zunächst „Völkerkunde“) als eigenständige Disziplin in Göttingen unterrichtet. Ein Ordinariat besteht seit 1934. Zum Bestand der Ethnologischen Sammlung zählen 16 Tjurunga australischer Aborigines. Diese sind zwischen 1928 und 1967 über unterschiedliche Sammler und Vorbesitzer nach Göttingen gelangt. Sieben Objekte wurden 1928 von Emile Louis Bruno Clement erworben. Sechs Objekte kamen 1939 als Schenkung des Berliner Museums für Völkerkunde in die Sammlung. Als Sammler sind hier die Namen Bogner (1 Objekt), Liebler (1 Objekt) und Wettengel (4 Objekte) vermerkt. Ein Tjurunga war Bestandteil einer umfangreichen Sammlung aus Australien, die 1967 von Helmut Petri angekauft wurde. Bei zwei weiteren Objekten liegt intern keine weitere Dokumentation vor, doch ist in einem Falle „Aranda, W. Schmidt“ auf dem Objekt selbst vermerkt. Projektziel ist die Auswertung vorhandener Archivalien in Göttingen sowie Berlin (Ethnologisches Museum) sowie wissenschaftlicher Literatur, um auf diese Weise über Sammlerbiografien und Objektwege eine genauere Einordnung der vorhandenen Tjurunga vornehmen zu können. Ein Kontakt zu Vertretern der Herkunftsgesellschaften besteht. Die im Projekt recherchierten Informationen sollen einen „informierten Dialog“ mit Vertretern der Herkunftsgesellschaften ermöglichen.

© Ethnologischen Sammlung der Georg-August-Universität Göttingen, Dezember 2021